Home Region Rubriken In-/Ausland Agenda

Sieg im Kellerduell

Bild: Lukas Alder
Heidens Pleitenserie endet im letzten Vorrundenspiel gegen die Staader-Reserven. Diese übernehmen die rote Laterne von den Vorderländern, die sich nach langer Durststrecke wieder einmal belohnen konnten.

Es lief die Schlussphase, als Heiden seinen Zwei-Tore-Vorsprung gekonnt herunterspielte, den Ball hielt und im richtigen Moment Zug zum Tor aufnahm. Doch tauchten sie vor diesem auf, verliess die Elf von der Gerbe entweder der Mut oder die Präzision. Es sind Dinge, die Heidens Vorrunde gut beschreiben. An Qualität fehlt es den Gerbe-Kickern gewiss nicht, doch in den entscheidenden Momenten mangelte es zuletzt an der Kaltschnäuzigkeit. Dies wurde den Vorderländern in der Herbstrunde 2022 häufig zum Verhängnis – doch nicht an diesem lauen, angenehmen Herbstnachmittag.

Die Richtung stimmt, die Tore fallen

Heiden erwischte einen Traumstart und konnte bereits nach sieben Minuten ein erstes Mal jubeln. Nach einer Fessler-Flanke drückte Bucheli das Leder per Kopf über die Linie und bescherte Heiden die frühe, ersehnte Führung. Die Gastgeber liefen im ersten Durchgang selten Gefahr, von ihren Kontrahenten erwischt zu werden. Nur kurz wurde es brenzlig – zunächst, als nach 25 Zeigerumdrehungen Thürlemann in Extremnis vor Cajochen klärte, ehe Elshani beim darauffolgenden Eckball relativ kläglich und aus bester Position am offenen Tor vorbeiköpfte.

Viel mehr gelang der Elf von Martin Caderas im ersten Durchgang nicht. Standhaft blieben seine Farben dagegen bei einem unglücklichen Zusammenprall zwischen Bischoff und Denic, die mit ihren Köpfen zusammenrasselten und gepflegt werden mussten. Während Denic die Partie zu Ende spielen konnte, blieb Bischoff mit einer dicken Beule zur zweiten Halbzeit in der Kabine. Doch davor ereignete sich noch relevantes: Nach einem weiten Ball von Köberl köpfelte Bucheli kurz vor dem Pausenpfiff zum beruhigenden zwei zu null.

Die richtige Reaktion gezeigt

Dieser Vorsprung sollte jedoch – halbzeitübergreifend – nur kurz Bestand halten, nämlich genau vier Spielminuten. Denn die Staader schienen sich in der Pause gesammelt zu haben und agierten nach Wiederanpfiff sichtlich druckvoller. Dieser Auftritt mündete im Anschlusstreffer durch Cajochen (48.), dessen Geschoss von Boller noch unhaltbar für Tscherne abgefälscht wurde.

Doch anders als so häufig in dieser Spielzeit liessen sich die Hausherren nicht beirren. Im Gegenteil, nur neun Minuten später stellte der eingewechselte Sumaj den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Mit einem überzeugenden Antritt überspielte Heidens Angreifer die Staader Hintermannschaft und spedierte die Kugel an Staad-Hüter Schneider vorbei. In der Folgezeit rannten die Seebuben nochmals intensiv und vehement an, doch das Kollektiv war an diesem Nachmittag der Trumpf des FCH – und das eingangs erwähnte herunterspielen, bei dem den Gerbe-Kickern nur die Krönung in Form des vierten Treffers verwehrt blieb.

Sportplatz Gerbe, Heiden – 120 Zuschauer

FC Heiden – FC Staad II 3:1 (2:0)

7. 1:0 Bucheli, 44. 2:0 Bucheli, 48. 2:1 Cajochen, 57. 3:1 Sumaj

Heiden: Tscherne; Thürlemann, Boller, R.Fessler; L.Köberl, Häfliger; S.Fessler, A.Müller, P.Köberl; Bischoff, Bucheli
Eingewechselt: Braunwalder, Widmer, Sumaj, Sturzenegger, Krizevac, M.Müller

Staad: Schneider; Dornbierer, Denic, Gmünder, Liechti; Izairi, Künzle, Elshani, Cazorzi; Cajochen, Krnetic
Eingewechselt: Nussbaum, Veli, Filiz

Gelbe Karten: 35. P.Köberl, 39. Künzle, 80. Liechti, 90. L.Köberl (alle Foul)

pd/rheintal24