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K.O.-Schlag kurz vor Schluss

Bild: zVg
Beste Werbung für den Fussballsport war es nicht, was die beiden Mannschaften an diesem schönen Herbstnachmittag auf der Aegeten fabrizierten. Einen Sieger gab es trotzdem.

Die Kulisse wirkte einladend und die Temperaturen waren mild, kurzum: Es war alles angerichtet für einen schönen Fussballnachmittag. Auch die Affiche hatte durchaus seinen Reiz. Heiden brauchte Punkte, um die rote Laterne wieder nach Staad zu reichen, während dem die Widnauer Reserven den Anschluss an die Top vier halten wollten.

In der Startphase war es jedoch der Gast, der das Spieldiktat zu bestimmen schien. Der Reihe nach scheiterten Sumaj (7., 16.) und Fessler (33.) aus aussichtreicher Position, während dem die Hausherren durch Radisic (13.) und Ivic (21.) zwar vor Tscherne auftauchten, diesen aber nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen konnten.

Zwei Schlüsselaktionen – mit Folgen?

Vielleicht wäre das Spielgeschehen anders verlaufen, hätte Aaron Sumaj in der 16. Minute nach dem Foulspiel von Fabio Schmid nicht weitergespielt und seine Chance gesucht – denn der Widnauer agierte als letzter Mann.

Vielmehr schmerzen dürfte Heiden aber der Ausfall von Verteidiger Fessler, der nach einem überharten Einsteigen von Shala in Minute 20 mit einer Schienbeinprellung ausgewechselt werden musste. Doch der Konjunktiv ist grundsätzlich ein schlechter Begleiter und so besonnen sich die Teams wieder auf das wesentliche, nämlich auf ihren Sport. Mit der Folge, dass nach der ersten halben Stunde die Aegeten-Elf mehr und mehr vom Spiel hatte.

Zwei Mal Latte und ein Geniestreich

Den Pausentee genossen die Akteure torlos, was im zweiten Durchgang auch lange anhielt. Einzig der Druck der Hausherren nahm zu, während dem die Vorderländer nicht mehr an ihre Startphase aus Halbzeit eins anknüpften konnten.

Doch trotz zweier Lattentreffer durch Frei (57.) und Radisic (63.) sowie einer Reihe vergebener Grosschancen, bei der Heiden-Hüter Tscherne sich mehrmals auszeichnen konnte, hielt die Null bis in die Schlussminuten. Es bedurfte einen schnell ausgeführten Freistoss auf Heule, mit der die Gästedefensive übertölpelt wurde.

Zwar scheiterte Widnaus-Sturmspitze im ersten Versuch einmal mehr an Tscherne, den Prellball konnte er dann aber ohne Probleme per Kopf über die Torlinie spedieren – auch, weil seine Gegenspieler meterweit entfernt standen.

Der Treffer reichte Widnau für den Sprung auf Platz vier, während dem Heiden nach dem Staader-Sieg am Freitagabend nun am Tabellenende angekommen ist. Keine schönen Aussichten trotz bestem Herbstwetter für den FCH.

FC Widnau II – FC Heiden 1:0 (0:0)

Tore: 82. Heule 1:0

Widnau: Tobler; Navarro, J.Radisic, Schmid, Frei; Ivic, Thönig, Shala, A.Radisic; Rechsteiner, Heule
Eingewechselt: Zymberi, Hutter, N.Stiendl, S.Stiendl, Stella

Heiden: Tscherne; Thürlemann, Bischoff, Boller, R.Fessler; L.Köberl; P.Köberl, Häfliger, A.Müller; S.Fessler, Sumaj
Eingewechselt: Sturzenegger, Krizevac, Drexel, Kovacevic

Gelbe Karten: 20. Shala, 43. Krizevac, 58. Boller (alle Foul), 90. L.Köberl (reklamieren)

pd/rheintal24